Startseite
Gottesdienstordnung
Pfarrbüro
Termine
Wir stellen uns vor:
Sakramente
Gemeindeleben
Gruppen und Kreise
Kirchenmusik
Jugend am Hauch
Kindergarten
Kirchenführer
Archiv / Pfarrbriefe
Gemeindeverein
Seelsorgeeinheit
Adressen im Internet
Kontakt/Impressum


Seit 01. Dezember 2011 sind Sie Besucher
auf unserer Internetseite

 

 

Predigt zum Pfingstfest

Liebe Schwestern und Brüder!


Wollen Sie wissen, bei welcher Gelegenheit ich weiche Knie bekomme?

Vielleicht kennen Sie das auch. Ich kann nämlich kein Blut sehen. Im wissenschaftlichen Chargon heißt das Hämophobie. Bei mir selbst geht das noch, aber bei anderen Menschen wird es mir richtig flau im Magen, wenn ich eine offene Wunde, eine blutende Nase oder bei Kindern ein aufgeschrammtes Knie anschauen muss. Und selbst im Fernsehen oder wenn ich ein Bild sehe oder mir jemand ein Ereignis schildert, bei dem viel Blut geflossen ist, würde ich am liebsten sofort das Programm oder das Thema wechseln. Ob ich mich damals im Abendmahlsaal getraut hätte, die Wundmale Jesu genauer zu betrachten, wage ich fast zu bezweifeln. Vielleicht ist meine Hämophophie auch der Grund, dass ich mir bisher mit der Betrachtung der Wundmale Jesu oder mit der Verehrung des offenen Herzen Jesu bisher schwer tat. Vom heiligen Franziskus gibt es ein Bild auf dem er die Fußwunden Jesu küsst. Sicher eine Art von Frömmigkeit, der ich zunächst nicht allzu viel abgewinnen konnte. Mittlerweile habe ich durch die Hilfe eines guten geistlichen Begleiters einen Zugang dazu gefunden, Und das ist gut so, denn ohne Blut und ohne Wunden ist unser christlicher Glaube kaum vorstellbar. Denken Sie nur an die Wandlung von Wein in Jesu Blut, an die unzähligen Darstellungen des Gekreuzigten, die uns zeigen, dass er sein Blut für uns vergossen hat und in seiner Nachfolge die vielen Märtyrer der Kirche. Ohne Blut und Wunden ist christlicher Glaube nicht zu haben.

Das kann uns auch der heilige Martin bezeugen, von dem es folgende Legende gibt: Einmal wollte sich der Teufel dem hl. Martin als Halt anbieten. Er erschien ihm als König in majestätischer Pracht. Er sagt: »Martin, ich danke dir für deine Treue! Du sollst erfahren, dass auch ich dir treu bin. Du sollst jetzt immer meine Nähe spüren. Du kannst dich an mir festhalten. « Sankt Martin fragte: »Wer bist du denn eigentlich?« »Ich bin Jesus, der Christus«, antwortete der Teufel. »Wo sind denn deine Wunden?« fragte Martin zurück. »Ich komme aus der Herrlichkeit des Himmels«, sagte der Teufel, »da gibt es keine Wunden.« Darauf Sankt Martin: »Den Christus, der keine Wunden hat, den mag ich nicht sehen. An dem Christus, der nicht das Zeichen des Kreuzes trägt, kann ich mich nicht festhalten.«1)

Woran halten sie sich fest, wenn Sie sich am liebsten so wie die Jünger Jesu einsperren würden?

Der auferstandenen Herr zeigt seinen Jüngern die Nagelwunden seiner Hände und auch den Lanzenstich in seiner rechten Seite. Wenn wir uns darauf einlassen könnten und unseren Blick nicht verschämt abwenden, liegt darin eine große Chance im Glaube zu wachsen. Wenn uns Jesus seine Wunden hinhält, dann bietet er uns seine ganze Verletzlichkeit dar. Die noch nicht vernarbten Wundmale sind das zarteste, was ein Mensch einem anderen anbieten kann. Wenn wir diesem Angebot Jesu ganz tief in uns nachspüren immer und immer wieder, dann ahnen wir irgendwann wie sehr Jesus uns liebt, mich, dich, jeden von uns. Mehr als hautnah, sogar unter die Haut geht es, wenn wir fühlen wie nahe der Herr uns sein will. Und wissen Sie, wie sein Friede endlich bei uns ankommen kann? Wenn wir es irgendwann einmal schaffen, dass wir ihm auch unsere Wunden und Narben hinhalten können. Haben Sie den Mut dazu? Mir hat dazu folgende Übung geholfen: In einer stillen Stunde habe ich sämtliche Wunden und Verletzungen aufgeschrieben, die ich bisher im Lauf meines Lebens erlitten habe. Diese beschriebenen Blätter habe ich dann in einer eucharistischen Anbetung zusammen mit Jesus angeschaut. Jetzt weiß, ich warum wir Christen Jesus als Heiland bezeichnen. Er hat mir Heilung geschenkt durch seine Wunden. Nun weiß ich dass ich in seinem Frieden lebe, weil ich versöhnt bin mit meinen Wunden und mit meinen Verletzungen. Zur Erinnerung daran habe in das Geschriebene an ein Kreuz in meiner Wohnung gesteckt. Zur Zeit arbeite ich noch daran wie ich dieses erlebte Heil, wie ich den Frieden Jesu an möglichst viele Menschen hier in der Gemeinde weitergeben kann. Vielleicht ist das meine Sendung, wie Jesus sagt: wie mich der Vater gesagt hat, so sende ich euch. Haben Sie Ihre Sendung schon gefunden? Den Frieden weiterzugeben an den Mitmenschen, der jetzt gerade neben ihnen sitzt, ist da schon ein guter Anfang. Aber bitte den Frieden und die Versöhnung nicht auf diese Stunde des Gottesdienstes beschränken! Das muss andauern und weitergehen. Der Geist Jesu lässt sich nicht in die Kirche einsperren oder auf die hl. Messe beschränken. Er muss raus in unsere Gemeinde, dorthin wo wir wohnen und arbeiten, in die Geschäfte und er macht auch vor der U-Bahnstation nicht halt. Wenn wir uns gerne „Haucher“ nennen lassen und wenn wir stolz darauf sein wollen zur Gemeinde Maria am Hauch zu gehören, dann muss der Hauch des auferstandenen Herrn weitergegeben werden von Mund zu Ohr, in die Mikrofone unserer Telefone und Handys, und auch über email und Post. Wenn Pfingsten nicht nur der Anlass für eine Urlaubsreise ist, sondern das Fest des heiligen Geistes, wenn wir daran glauben, das wir durch die Firmung den Geist Gottes empfangen haben, dann ist es uns auch wichtig, das zu hören, womit Jesus seine Jünger ausgesendet hat. Er sagte: wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben. Wem ihr die die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert. Das bedeutet doch, dass Jesus sich an uns bindet. Unsere Vergebungsbereitschaft bewirkt, dass auch im Himmel die Sünden der anderen vergeben sind. Auf meinen Zetteln stehen noch ein paar Verletzungen aus jüngster Zeit. Ich will hier und jetzt allen vergeben, die sich an mir versündigt haben. So kann man auch als Gemeindepfarrer für seine Gemeindemitglieder ein Vorbild sein. Ich bete für Sie alle, dass es ihnen gelingt, ihren Mitmenschen zu vergeben, wenn sie an ihnen schuldig geworden sind. Auch Sie können andere heilen und Heil schenken. Beten wir dazu um die Kraft des heiligen Geistes. Möge der Hauch des Auferstandenen mit ihnen sein!

 

Ihr Pfarrer Jürgen Vogt

 

1) Quelle: Hoffsümmer, Kurzgeschichten 2, S. 50

 

____________________________________________________________________________

 

Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2013


 

 

Wir verkünden Euch große Freude: Wir haben einen Papst!

Seine Eminenz den hochwürdigsten Herrn, Herrn Jorge Mario,

der Heiligen Römischen Kirche Kardinal Bergoglio,

welcher sich den Namen Franziskus  gegeben hat!

 



Ein herzliches Dankeschön und Vergelt's Gott allen, die mitgeholfen haben, das Schwesternhaus und die anderen Räume leerzuräumen und diese damit für die Zwischenlösung des Kindergartenumbaus vorzubereiten.

 

Ihr Pfarrer Jürgen Vogt


Rückblick: 


 

24.12.2012

 

Ökumenisches Kinderkrippenspiel in unserer Kirche hier einige Eindrücke:

 

 

 

 

 

 


11.11.2012

 

St. Martin: Martinsspiel in unserer Kirche mit anschließendem Martinszug rund um unsere Kirche.

 

 

 

 


15 Jahre Pfarreiband "Nervensegen"

 

Hier ein Paar Eindrücke

 

 

 


Firmung 2012:

Abt Beda Maria Sonnenberg OSB zu Gast "am Hauch"

 

 

 

__________________________________________________________________________ 

 

 

Energie- und Klimaoffensive im Bistum Eichstätt und in Maria am Hauch

Wir sind dabei!

 

"Die Schöpfung bewahren, damit alle Leben können und ein Leben in Fülle haben - das ist die Verheißung, die uns trägt,

das ist die Verantwortung, die uns gegeben ist, das ist der Auftrag, den wir durch glaubwürdiges Verhalten im Alltag bezeugen."

 

Seit 01. Februar 2011 haben wir die Stromversorgung für unsere Kirche, Kindergarten,

Pfarrzentrum, Pfarr- und Schwesternhaus auf zu 100% erneuerbare Energie umgestellt

und sind damit weg von Strom aus Atom und Kohle.

100% Erneuerbare Energien, keine RECS Zertifikate oder andere halbe Sachen.  Darum

beziehen wir jetzt unseren Strom beim einzigen unabhängigen Ökostromhändler in  Deutschland!

TÜV geprüft und zertifiziert.

Der vor der NaturStromHandel GmbH angebotene Strom stammt ausschließlich aus

erneuerbaren Energiequellen und reduziert die CO2-Emission sowie den gefährliche

Atommüll auf Null (Herkömmlicher Durchschnitt 2008: 506g CO2/KWh und 1g Atommüll/MWh).

 


 

 Induktive Höranlage:
 In beiden Mittelblöcken in den ersten sechs Bänken können Sie als Hörgeräte-Träger

die gesprochenen Texte jetzt noch besser verstehen. 

Ein herzliches Dankeschön an den Sozialen Gemeindeverein,

der diese Anlage finanziert hat. 

Bitte schalten Sie vor Beginn des Gottesdienstes Ihr Hörgerät auf T

 

 

Zum Gemeindeverein         

 


 

                Unsere Gemeinde in Zahlen - 2007 bis 2012

                    (mehr) 

Top
Pfarrei Maria am Hauch; Herriedener Str. 55; 90449 Nbg.  | maria-am-hauch.nbg@bistum-eichstaett.de